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Wissenschaft

Projekt "Wissenschaft macht Schule"

Die Vortragsreihe "Wissenschaft macht Schule", die vom CJT-Gymnasium Lauf und der ZWL GmbH bereits Januar 2009 initiiert wurde, geht auch in diesem Schuljahr mit hochkarätigen Fachleuten aus der Wissenschaft und Industrie weiter. Es gibt in diesem Schuljahr drei Vorträge von Wissenschaftlern aus der Praxis. Ergänzt werden die Vorträge durch Betriebserkundungen in ansässigen Unternehmen mit Blick auf die Anwendung der Wissenschaften in der betrieblichen Praxis. Die sieben Betriebserkundungen in diesem Schuljahr werden von Karin Vogel organisiert.

 

Images: Emugeklein.JPG

 

Die Schüler können ein Zertifikat erhalten, in dem ihnen die erfolgreiche Teilnahme am Projekt "Wissenschaft macht Schule" bestätigt wird. Vorraussetzung ist die Teilnahme an mindestens zwei Vorträgen und einer Betriebserkundung. Ein solches Zertifikat kann bei späteren Bewerbungen für ein Praktikum oder einen Beruf von Vorteil sein. Das Projekt "Wissenschaft macht Schule" wird im nächsten Schuljahr mit Vorträgen und Betriebserkundungen fortgesetzt.

Andreas Philippi


Vortrag "Korrosion - der ewige Kampf gegen die Natur"

Am 28.1.2010 konnte Herr Dipl.-Ing. Univ. Werner Kachler die Zuhörer in der vollbesetzten Mensa des CJT-Gymnasiums mit seinem Vortrag "Korrosion - der ewige Kampf gegen die Natur" begeistern.

Werner Kachler, der gebürtiger Nürnberger ist, zog es nach seinem Studium der Werkstoffwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unmittelbar in die Industrie. Hier erwarb er bei seiner 15 Jährigen Tätigkeit bei namhaften Weltfirmen das nötige "Know-how" bevor er bereits im Dezember 2001 die Geschäftsführung an der ZWL GmbH in der Hardtstrasse übernahm. Nebenbei bemerkt, das ZWL wurde am 04.04.2000 auf einem "Blatt Papier" gegründet und feiert heuer seine 10-jährige Existenz. Die Schwerpunkte der wissenschaftlichen und industriellen Arbeit von Werner Kachler liegen in den Bereichen der Korrosion- und Oberflächentechnik, Schadens-, Versagensmechanismen und Mikrofraktografie. Seine Dienste kann übrigens jeder in Anspruch nehmen, der auf diesen Bereichen einen "Schaden" hat, er ist nämlich auch öffentlich bestellt und vereidigter Sachverständiger auf diesen Gebieten.

Sein Vortrag, den er in einer beachtenswerten Vielfalt und mit eindrucksvollen Folien dem Auditorium nahebrachte, handelte von "Korrosion - der ewige Kampf gegen die Natur".  Seit Jahrtausenden entringt der Mensch der Erde unter hohem Energieaufwand metallische Werkstoffe ihres natürlichen Vorkommens, namentlich der Erzvorkommen. Umgebungs- und Gebrauchseinflüsse führen wiederum zur anfänglich oberflächlichen Zerstörung der metallischen Werkstoffe - zur Korrosion unter Bildung von Reaktionsprodukten, die dem natürlichen Herkunftszustand zustreben. Man schätzt die Korrosionsschäden in industrialisierten Ländern auf ca. 3-4% des Bruttoinlandsprodukts. Die Korrosionsschäden führen allzu oft nicht nur zur bloßen Zerstörung der Werkstoffe oder Bauteile, sondern stellen eine ernst zu nehmende Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, des Umweltschutzes oder von Hygiene und Gesundheit dar. Unter all den bekannten und unbekannten Korrosionsschäden ist die atmosphärische, gleichmäßige Korrosion von Stahl unter der Bildung des bekannten Rosts oftmals die unkritischste oder ungefährlichste Variante. Tückisch wird Korrosion dann, wenn seine Mechanismen im Verborgenen ablaufen und Kapitalschäden quasi "plötzlich" zu regelrechten Katastrophen führen. Die Vorbeugung von Korrosionsschäden ist eine ingenieurwissenschaftliche Querschnittsaufgabe. Intelligenter Korrosionsschutz beginnt bei der Planung und Konstruktion eines Gebrauchsgegenstandes oder einer Anlage unter Berücksichtigung von möglichen Überlagerungen mechanischer, chemischer und physikalischer späterer Beanspruchung - natürlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Oft ist auch dann kein 100%iger Schutz möglich. Handelt es sich um sicherheitsrelevante Systeme sind Überwachungsmethoden möglicher Korrosionsprozesse unumgänglich.