Früh ging’s los, unser Plan war klar,
die Regio Bahn stand wartend da.
Wir saßen drin, bereit zur Fahrt,
doch irgendwie blieben wir am Start.
Fünf Minuten, zehn und immer mehr,
am Ende standen wir lang quer.
Nach 40 Minuten war uns klar,
so kommen wir heute nirgendwo an, wie wunderbar.
Dann hieß es plötzlich alle raus!
Mit Koffern ging das Rennen los.
Zum Bus, dann weiter nach dem Plan,
Hauptsache irgendwie voran.
Die S-Bahn wurde unser Ersatz,
spontan gewechselt in einem Satz:
Umsteigen, suchen, Gleise sehen
und hoffen, dass die Züge gehen.
Dann endlich im ICE nach Berlin,
So kamen wir dort hin.
Von dort aus weiter Richtung Polen,
nach diesem Chaos wollten wir nur noch rollen.
Und obwohl der Start nicht einfach war,
kamen wir dem Ziel immer näher, ist doch klar.
Und eins wussten wir ganz sicherlich,
auf die deutsche Bahn verlässt man sich besser nicht.
In der prachtvollen Stadt Danzig (Gdańsk), die wir an unserem ersten Tag besucht haben, fanden wir uns auf den wieder aufgebauten Straßen, die nach Ende des zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört waren, wieder.
Besonders fasziniert waren wir von den vielfältigen bunten Gebäuden und deren original nachgebauter Architektur.
Der Fluss Mottlau (Motława), der an vielen beliebten Touristenattraktionen, wie dem berühmten Wasserrad Krantor (Żuraw), dem Neptunbrunnen und der St. Marienkirche vorbeifließt, hat das maritime Flair der Stadt gut herübergebracht.
Früh am Morgen starteten wir bei regnerischem Wetter unseren abwechslungsreichen Ausflug nach Gdynia. Auf einem Museumsschiff im Hafen fühlten wir uns fast wie auf hoher See und konnten die Bedingungen eines echten Segelschiffs hautnah erleben. Anschließend probierten wir in einem gemütlichen Restaurant die polnische Küche, die uns geschmacklich auf unterschiedliche Weise überraschte. Das absolute Highlight war der gemeinsame Lasertag-Ausflug mit unseren polnischen Austauschpartnern, bei dem wir in gemischten Teams spielten, viel lachten und jede Menge Spaß hatten. Trotz des teilweise chaotischen Spielverlaufs war es ein unvergessliches Erlebnis, das unseren Zusammenhalt stärkte und diesen erlebnisreichen Tag zu etwas ganz Besonderem machte.
Zum Abschluss des Austausches machten wir zusammen mit unseren polnischen Austauschschülern einen Ausflug zu den Wanderdünen in Leba. Nach 1,5 Stunden Fahrt mit dem Bus und einer 6km Wanderung erreichten wir die Dünen, wo wir den Ausblick auf das Meer und die Umgebung genießen konnten. Mit kleinen roten Bussen namens Melex sind wir zum Ausgangspunkt zurückgefahren und wurden nach einer Busfahrt zurück nach Rumia zu einem gemeinsamen Essen eingeladen, welches sehr köstlich war.
Fotos: Heike Krames, Christina Heinmüller