In den Herbstferien werden wir (Alexander, Elias, Florian, Lennart, Matteo, Nele, Thilo und Tom) vom Nachwuchsteam unserer Robotik AG neun Tage lang auf der Consumenta 2026 vertreten sein. Die TH Nürnberg Ohm und die FAU Erlangen-Nürnberg gestalten dort einen der Highlight-Bereiche in Halle 1. Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns in der Robotik-Arena besuchen kommt!
Insider-Tipp: meldet euch für einen der coolen Workshops an! Ihr erhaltet damit auch eine kostenlose Eintrittskarte. Angeboten werden Einführungen ins Löten, ins Programmieren von Robotern, Elektronik-Bausätze, Ideenfindung für Jugend Forscht und mehr:
https://www.th-nuernberg.de/veranstaltungen/consumenta-2026/
https://www.fau.de/universitaet/universitaetsprofil/veranstaltungen/fau-auf-der-consumenta/
Was machen wir da?
Wir als Team werden an mehreren Wettbewerben und Workshops teilnehmen. Zuerst dreht es sich um Rettungsmissionen, ähnlich der RMRC-Disziplin beim RoboCup. In der zweiten Hälfte treten wir dann in der (noch im Entstehen befindlichen) Brückenliga zur "Smart Manufacturing League" an. In diese sind wir „reingestolpert“, weil unser Tom einen funktionierenden Prototypen aus einem Gemeinschaftsprojekt mit der Ohm mitgebracht hat. Dabei wollen wir aber nicht „nur antreten“, sondern auch mithelfen und unsere Ideen einbringen, damit die SML in Zukunft ein spannender und anspruchsvoller Wettbewerb nicht nur für Studenten, sondern auch für Schüler wird.
Neben Schulen aus Bayern werden auch Teams aus dem Ausland dabei sein. Dank des persönlichen Einsatzes von Herrn Pausenberger nimmt auch ein Team aus der Ukraine teil. Einige Teams sind schon RoboCup-Profis, andere fangen neu an. Darum wird es vor der Team-Challenge einen Workshop-Tag geben, an dem sich jeweils ein stärkeres Team mit einem neuen zusammensetzt, um beim Wettbewerb am nächsten Tag gemeinsam noch unbekannte Aufgaben lösen zu können.
Was bisher geschah
Nachdem wir bei unserem RoboCup-Debüt auf der German Open im März aus dem Stand einen Podestplatz erringen konnten, schmiedeten wir auf der Heimfahrt ganz viele Pläne. Zurück in Lauf setzten wir uns gleich wieder ans Konstruieren, und wollten bis zur Veranstaltung "Nürnberg Digital", bei der wir im Juni vertreten waren, unseren neuen Roboter fertig haben. Diesmal sollte auch ein Roboter-Arm mit 6 Gelenken mit drauf!
Das klappte, und wir konnten stolz unseren Großen mit einem Foto unseres neuen Roboters viel Erfolg für die WM in Incheon wünschen. Da bestand unser Arm noch zur Hälfte aus einem OpenSource-Projekt, aber zwei Wochen später war unser 100% selbst konstruierter Arm ebenfalls fertig.
Leider hatten wir in der Zwischenzeit entdeckt, dass bei der WM höhere Stufen gefahren werden müssen als die, für die wir unser Gefährt optimiert hatten. Nach intensivem Grübeln und Tüfteln war klar: hilft alles nichts, einmal alles neu: unsere Mittelachse wurde geopfert, in das schöne Batteriefach ein Keil geschlagen, aus einem großen Lidar wurden zwei kleine, andere Reifen, anderes Chassis, fast alles neu.
Das war wieder richtig viel Arbeit. Zudem mussten wir unseren neuen Arm schon wieder verändern, um uns selbst damit ein Stück hochschieben zu können, eine (dritte) wurde integriert. Dabei haben wir leider zwei Motoren zerstört, aber: jetzt klappt es wunderbar!
Was wir sonst noch so unternehmen
Unser schöner weißer Arm erinnerte unseren Betreuer Thomas Gelf an einen Kran-Arm. Er fragte uns, ob wir denn alle wissen würden, dass in Lauf beeindruckende Kräne gebaut werden. Beim Betrachten der Internetseite von Tadano haben wir dann die Veranstaltung "Inside Tadano" entdeckt:
https://www.tadano.com/dach/de/inside-tadano-lauf-a-d-pegnitz/
Da mussten wir natürlich hin! So kurzfristig ging das nur mit dem halben Team, dafür aber mit Fan-Unterstützung. Die Werksbesichtigung war wirklich eindrucksvoll, Tadano liefert aus Lauf in die ganze Welt. Wir wurden mit einem große Kran um die Werkshallen gefahren, und durften sogar einen riesigen Kran-Arm selbst steuern. Da mussten wir natürlich gleich zweimal hin! Wir lernten sehr geduldige AusbilderInnen kennen, und unser „Chauffeur“ Jürgen war jemand, der so ziemlich alles in- und auswendig kennt, und ganz schön viel Verantwortung hat.
Kräne von Tadano werden nicht nur in Lauf gebaut, sondern auch dort entworfen. Da wir ja auch in 3D-CAD alles selbst konstruieren, fanden wir das sehr spannend. Wir wollten wissen, ob Tadano Praktikumsplätze in dem Bereich anbieten würde. Die super netten Damen der Personalabteilung waren anfangs skeptisch. Nachdem sie aber sahen, was wir so drauf haben, gaben sie uns den Rat, uns einfach rechtzeitig zu bewerben!
Wie geht es weiter
Für uns ist die Consumenta eine gute Gelegenheit, uns auf die Weltmeisterschaft 2027 vorzubereiten. Die kommt da nämlich nach über 10 Jahren endlich wieder nach Deutschland, und nicht etwa nach München oder Berlin, sondern nach Nürnberg:
Bis dahin wollen wir intensiv an der Software arbeiten, die Steuerung unseres Arms optimieren und im autonomen Fahren und Greifen so richtig gut werden. Damit uns nicht langweilig wird, wollen wir noch einen zusätzlichen Roboter für SML entwerfen. Der Plan ist eine kleine AMR-Plattform mit zwei Roboter-Armen, die mit unserem Transport-Roboter zusammenarbeiten kann.
Und das Ziel? Na klar, Weltmeister!
Roboter mit eigenem Arm.
Grüße an die Großen!
Wir arbeiten jedes Wochenende.
Die neue Batterie wird mega.
Unser Fahrzeug bei den German Open.
Unser Fan Valentina fährt Kran.
Wir lassen uns fahren.
Bilder: Thomas Gelf